🌟 Warum wir keine „Warum-Fragen“ stellen sollten – und warum das besonders für Anwälte gilt 🌟
❓„Warum kommen Sie erst jetzt?“
❓„Warum sagen Sie mir das erst jetzt?“
❓„Warum bringen Sie mir die Unterlagen erst jetzt?“
Seien wir ehrlich:
Wollen wir wirklich eine Erklärung hören oder einfach (verpackt) unseren Ärger ausdrücken?
Das Problem:
„Warum-Fragen“ sind oft keine echten Fragen, sondern getarnte Vorwürfe. Wir – genauso Mandanten, Mitarbeiter und Zeugen – fühlen uns dadurch angegriffen und gehen in den Rechtfertigungsmodus. Schon ist die gute Stimmung dahin.😠
Überlegen wir uns mal selbst: Wie fühlt es sich an, wenn uns jemand fragt: „Warum hast du das noch nicht gemacht?“
Ein Mandant kommt zum Anwalt, weil er Hilfe sucht. Durch Warum-Fragen kommt beim Mandanten an „Jetzt ist auch noch mein Anwalt gegen mich.“😠 und nicht „Mein Anwalt will mich verstehen.“.
💡Geht es um die Ermittlung des Sachverhalts sind andere Fragen hilfreicher: „Wie kam es dazu, dass …?“ „Was war ausschlaggebend dafür, dass …?“ So bekommen wir mehr Fakten und weniger Verteidigung.
🪄Egal ob im Büro, im Mandantengespräch oder zu Hause: Verstehen entsteht durch Zuhören – nicht durch Verhören. Warum-Fragen sind in konstruktiven Gesprächen nicht zielführend.🪄
Also: Versuche deine Warum-Fragen ganz bewusst durch andere Formulierungen zu ersetzen.