… Na, woran denkst du?
Unser Gehirn hat Schwierigkeiten mit dem Wort „nicht“. Wir verarbeiten positive Formulierungen viel schneller und effizienter.
Dennoch neigen wir dazu, aufzuzählen, was wir nicht wollen und was uns stört, anstatt konkrete Ziele zu benennen – so auch Mandanten und Gegner.
👉 Statt zu sagen, was wir nicht wollen, sollten wir klar formulieren, was wir erreichen möchten. Wer nur sagt, wovon er „weg will“, lässt offen, was er stattdessen möchte und schafft Raum für Missverständnisse.
Eine Frau sagt zu ihrem Mann (oder umgekehrt 😀): „Verbringe bitte nicht so viel Zeit in der Arbeit.“ Daraufhin meldet er (oder sie) sich für einen Sportkurs an…⛳
Schließlich sagen wir auch im Restaurant🍽️nicht, was wir nicht essen wollen. Wir sagen dem Kellner klar, was wir bestellen möchten.
Mein Fazit für den juristischen Alltag:
🔷 bei internen Gesprächen (mit Mitarbeitern und Kanzleipartnern) positiv
formulieren, was genau das Ziel ist („wir wollen bis September zwei neue
qualifizierte Mitarbeiter einstellen“)
🔷 auch Mandanten anleiten, konkret zu formulieren, was sie erreichen
möchten (manchmal wissen sie zunächst selbst nicht, was sie denn
eigentlich wollen)
🔷 bei Negativformulierungen der Gegenseite nachhaken, was sie denn stattdessen möchte