Diese Woche durfte ich an einem spannenden Seminar zum Thema KI für Juristen teilnehmen. Ein Aspekt kommt mir in vielen Diskussionen zu kurz: wie viel Zeit KI kosten kann.
Ich nutze KI begeistert und regelmäßig. Aber als Perfektionistin ertappe ich mich oft dabei, dass ich am liebsten jeden noch so kleinen Text und jede E-Mail durch die KI „jagen“ möchte – einfach nur, um sie noch ein bisschen besser zu machen, obwohl ich eigentlich selbst gut schreiben kann. ✍️
Ich schreibe meine Texte also selbst, lasse sie von der KI überarbeiten, bin mit deren Version nicht ganz zufrieden, um mir dann eine „Mischfassung zu basteln“. Völlig unnötig! Früher hätten meine Texte auch so gut gepasst und ich wäre deutlich schneller fertig gewesen.
Die KI erleichtert und beschleunigt vieles, eröffnet neue Möglichkeiten und liefert in Sekunden eine Fülle an Informationen (die natürlich auch geprüft und verarbeitet werden müssen). Für Perfektionisten wie mich ist das eine echte Herausforderung. Ich neige dazu, alle Optimierungsmöglichkeiten auszuschöpfen – aber ist das wirklich sinnvoll?
❗ Nein. Ab einem gewissen Punkt bringt zusätzlicher Aufwand keinen verhältnismäßigen Mehrwert mehr. Wir investieren mehr Zeit für kaum bessere Ergebnisse, besonders bei Recherche oder Textüberarbeitung.
Das muss ich mir immer wieder bewusst machen – und mir den Satz vor Augen führen:
👉 „Gut ist gut genug.“
📌 Wie geht ihr damit um? Wo zieht ihr die Grenze zwischen sinnvollem Einsatz und Zeitfresser?
Und ja, das Bild ist KI-erstellt 😀